Urkundlich erstmalig erwähnt ist Schandelah als Schanlege um 1200.
Diese Zahl sagt aber nichts über den Zeitpunkt des Beginnes der Siedlungen aus. Der Ursprung liegt wahrscheinlich in der Zeit von 500 bis 800 n. Chr.
Um 1750 ein Dorf von rund 200 Einwohnern, wuchs die Bevölkerung bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts nur sehr langsam. Erst nach dem Bau der Eisenbahnstrecke Braunschweig - Helmstedt - Magdeburg (Bahnstation seit 1872) und dem Bau der Nebenstrecke nach Oebisfelde 1902 schnellte de Einwohnerzahl sprunghaft nach oben und erreichte um die Jahrhundertwende über 600.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts blieb sie dann ziemlich konstant. Der Zustrom nach dem 2. Weltkrieg vieler Vertriebener, die ihre Heimat verlassen mussten,. hat dann zu einer Verdoppelung der Einwohnerzahl geführt.
In den damals entstandenen Nebenerwerbssiedlungen haben viele ein neues Zuhause gefunden. Weitere, in verschiedenen Bauarten entstandene Siedlungsgebiete, runden das Bild um den alten Dorfkern ab und haben die Einwohnerzahl auf über 2000 anwachsen lassen.
Im Dorfkern gelang es im Zuge der Flurbereinigung und durch Erneuerungsmaßnahmen, die größtenteils nicht mehr landwirtschaftlich genutzten Bauernhöfe und Fachwerkhäuser zu erhalten und so umzugestalten, dass sie heute eine Zierde des Ortes darstellen.
Ein gut funktionierendes Gemeinschaftsleben mit zahlreichen Vereinen, eine ausgewogene Infrastruktur mit leistungsstarken Gewerbebetrieben, die gelungene Flurbereinigung mit Anlage eines Erholungsgebietes sowie Verbesserungen im Ortsbild durch zahlreiche Baumpflanzungen und Begrünungsmaßnahmen haben dazu geführt, dass Schandelah 1990 im Kreiswettbewerb des Landkreises Wolfenbüttel "Unser Dorf soll schöner werden" Sieger wurde.

Das Wappen

Das Wappen

Im gespaltenen Schild vorn in von roten Herzen bestreutem blauen Feld ein links gewandter rotbewehrter Löwe, hinten ein mit drei linken Spitzen gold-blau gespaltenes Feld.

Erklärung:
Das Wappen der seit dem 1. März 1974 zu Cremlingen gehörigen Gemeinde Schandelah zeigt im gespaltenen Schild vorn im mit roten Herzen bestreuten blauen Feld einen zur Schildmitte gewandten, rot bewehrten goldenen Löwen, hinten in blau drei waagerechte goldene Spitzen übereinander. So wurde es am 23. Februar 1967 vom Rat beschlossen und am 30. August vom braunschweigischen Verwaltungspräsidenten genehmigt.

Wer mit der braunschweigischen Territorialheraldik vertraut ist, wird in dem Löwen anhand der Herzen sofort den lüneburgischen erkennen, obwohl dieser hier, im Herzland der wolfenbüttelschen Anteile der welfischen Lande, nicht zu vermuten wäre und zudem, aus Gründen des Kontrastes zu den Spitzen, in „falschen" Farben steht (richtig steht er blau im goldenen Feld). Jedoch gehörte Schandelah ehedem tatsächlich zum Haus Braunschweig-Lüneburg und kam erst 1512 anlässlich einer Erbteilung an die wolfenbüttelsche Linie.

In der Ortsgeschichte spielten früher die Herren von Scanlesche, die später in Braunschweig nachzuweisen sind, eine Rolle. Ihr Schild enthielt in Rot drei schräge silberne Spitzen.

Im Schandelaher Wappen tauchen sie etwas abgewandelt und farblich verändert wieder auf, und zwar so, dass die Hauptfarben des Schildes Blau-Gelb, also die braunschweigischen Landesfarben, ergeben.
(Arnold Rabbow: Braunschweigisches Wappenbuch)

 

 

 

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